Frank Saßnowski

In den letzten Jahrzehnten hat unsere Gesellschaft in vielen Bereichen über ihre Verhältnisse gelebt und der Kapitalismus hat neben der ökologischen auch die soziale Frage immer wieder neu aufgeworfen. Gleichzeitig werden in unserer digitalisierten und globalisierten Welt die Probleme, denen man sich als Gesellschaft stellen muss, immer komplexer. Für mich ist klar, dass wir einen gesellschaftlich Wandel benötigen, um auf die vielen Fragen, die unsere Gesellschaft schon jetzt, aber auch zukünftig umtreiben werden, Antworten finden zu können. Dabei sind mir die Themenbereiche Mobilität, Digitalisierung und eine sozial gerechte Gesellschaft besonders wichtig, insbesondere auch bzgl deren Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Die Digitalisierung wird uns in den kommenden Jahren noch viel beschäftigen. Wir werden uns fragen müssen, wie sie uns dienen kann und wie wir uns bzw. den Bürger*Innen und dessen Rechte sowohl vor dem Staat, als auch vor der vollkommenen Überwachung durch private Konzerne schützen können. Dies ist ein Prozess, der bisher, für die Bürger*Innen nachteilig abläuft, aber noch umgekehrt werden kann. Er findet nicht nur im Bund oder auf EU-Ebene statt, sondern auch im Rathaus oder den Behörden hier in Nürnberg. Beispielsweise erhebt die Stadt Nürnberg auch mit der VAG und anderen Städtischen Unternehmen viele Daten, die bisher leider nicht der Öffentlichkeit zu Gute kommen. „Öffentliche Daten nutzen, private schützen“ stellt für mich die Grundlage einer gesellschaftlich verträglichen Digitalisierung dar. Bürger*innen könnten mit öffentlichen Daten aktiv an der Stadtentwicklung teilhaben. Ebenso könnten bei öffentlich zugänglichen entpersonalisierten Daten von Fahnrgasterhebungen die breite der Gesellschaft an der Verkehrswende hin zu mehr ÖPNV mitwirken. Die Politik wäre näher an den Bürger*Innen dran. Und die Bürger*Innenbeteiligung könnte wachsen.